Was ist SIBO und was hat es mit IBS zu tun

Ist SIBO der Grund für Ihre IBS-Symptome? Erfahren Sie, was SIBO (bakterielle Überwucherung des Dünndarms) ist und warum Forscher glauben, dass es dabei eine Rolle spielt

SIBO, die Abkürzung für eine Krankheit namens Dünndarmbakterienüberwucherung, wird als mögliche Ursache des Reizdarmsyndroms (IBS) erforscht. Wie viele Dinge im Zusammenhang mit RDS ist auch die Frage, ob SIBO das zugrunde liegende Problem ist, kompliziert und von einigen Kontroversen in der Welt der RDS-Forschung gekennzeichnet. Diese Übersicht über SIBO in Bezug auf IBS kann Ihnen bei der Entscheidung helfen, ob Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen sollten

Was ist SIBO?

SIBO ist die Ansammlung einer übermäßigen Menge von Darmbakterien im Dünndarm. Jeder Zustand, der den normalen Durchgang oder die Bewegung des Dünndarms beeinträchtigt, kann für SIBO prädisponieren. Morbus Crohn und vorangegangene Bauchoperationen zählen zu den Risikofaktoren für die Entwicklung von SIBO.

Wie wird SIBO diagnostiziert?

Aufgrund der Schwierigkeit, direkte Biopsien des Dünndarms durchzuführen, um das Vorhandensein von Bakterien zu beurteilen, wird ein Test verwendet, der allgemein als Wasserstoff-Atemtest (HBT) bekannt ist. Den Patienten wird eine Lösung wie Lactulose zu trinken gegeben, und dann wird ein Atemtest durchgeführt, um das Vorhandensein von Gasen wie Wasserstoff oder Methan festzustellen.

Bei einem gesunden Menschen würde man erst nach zwei Stunden erwarten, Wasserstoff oder Methan in der Atemluft zu sehen das Gas. Ein positives Gasergebnis innerhalb von 90 Minuten nach dem Trinken der Lösung weist auf Bakterien weiter oben im Verdauungstrakt, d. h. auf der Ebene des Dünndarms, hin.

Die SIBO-Theorie für IBS

Die Tatsache, dass Blähungen ein allgegenwärtiges Symptom für RDS-Betroffene sind, unabhängig davon, ob Verstopfung oder Durchfall als vorherrschendes Symptom auftreten, hat Forscher dazu veranlasst, nach einem zugrunde liegenden häufigen Problem zu suchen. Darüber hinaus weisen RDS-Patienten häufig auf bestimmte Lebensmittel als Symptomverursacher hin, aber keine eindeutige Forschung unterstützt dies.

Der Beweis dafür, dass SIBO eine zugrunde liegende Ursache für RDS sein kann, stammen aus zwei Hauptergebnissen. Der erste ist, dass einige Forscher herausgefunden haben, dass signifikant mehr RDS-Patienten einen positiven HBT haben als nicht betroffene Menschen, was möglicherweise auf SIBO als Problem hindeutet. Die zweite ist die Forschungsergebnisse, dass viele Patienten nach einer Studie mit bestimmten Antibiotika eine signifikante Abnahme der RDS-Symptome feststellen. Diese Antibiotika werden im Magen nicht resorbiert und stehen somit zur Verfügung, um auf alle Bakterien einzuwirken, die in den kleinen lauern

Die SIBO-Theorie versucht zu erklären, warum Bakterien am falschen Ort landen. Der Dünndarm hat eine natürliche "Reinigungswelle" - eine Bewegung der Muskeln in der Schleimhaut, die dazu dient, den Dünndarm in regelmäßigen Abständen zu entleeren. Es wird angenommen, dass die Beeinträchtigung dieser Muskelbewegung zur Retention von

Eine Theorie besagt, dass ein Anfall von Gastroenteritis die Muskeln schädigen kann, die für diese reinigende Wirkung verantwortlich sind, eine Möglichkeit, die das Phänomen des postinfektiösen RDS erklären könnte. Es wird auch angenommen, dass Stress die Aktivität dieser Muskeln verlangsamen kann, was die Beziehung zwischen Stress und Reizdarmsyndrom erklärt.

Die SIBO-Theorie versucht, die Tatsache zu erklären, dass sich IBS entweder als Durchfall oder Verstopfung manifestieren kann. Die Annahme ist, dass verschiedene Arten von Bakterien und die von ihnen produzierten Gase unterschiedliche Auswirkungen auf die Darmmotilität haben. Einige Studien haben gezeigt, dass Patienten, die eine höhere Methanmenge aufweisen, eher an Verstopfung leiden, während Patienten mit überwiegend Durchfall einen höheren Wasserstoffgehalt aufweisen.

Es wird auch vermutet, dass SIBO die wahre Ursache von Fructose- und anderen Zuckerunverträglichkeiten sein könnte.

Die Kontroverse

Obwohl die SIBO-Theorie das IBS in einem netten, ordentlichen Paket zu bündeln scheint, sind viele Forscher nicht überzeugt. Es gibt mehrere Hauptkritikpunkte an der Theorie. Ein wesentlicher Kritikpunkt ist, dass der HBT aufgrund einer hohen Fehlerquote nicht als zuverlässiges Maß angesehen wird.

Von größerer Bedeutung ist die Tatsache, dass die hohen SIBO-Raten und der Erfolg von Antibiotika als Behandlung, die in Studien von SIBO-Theoretikern beobachtet wurden, von anderen Forschern nicht immer repliziert wurden. Bedenken bestehen auch hinsichtlich der Langzeitanwendung von Antibiotika, insbesondere angesichts der Tatsache, dass es sich bei RDS um eine Erkrankung mit chronischem Verlauf handelt.

Die Quintessenz

Wie Sie sehen, bleibt die Beziehung zwischen SIBO und IBS im Dunkeln. Der allgemeine Konsens scheint zu sein, dass SIBO das zugrunde liegende Problem für eine Untergruppe von RDS-Patienten sein kann und dass eine bestimmte Art von Antibiotikum, Rifaximin, die meisten Forschungsergebnisse für seine Wirksamkeit in Bezug auf die Reduzierung von Blähungen und Durchfall hat. Hoffentlich werden weitere Forschungen das Problem klären und sichere und wirksame Behandlungen finden.

Sollten Sie mit Ihrem Arzt über die Einnahme einer HBT bei SIBO sprechen? Angesichts der Tatsache, dass SIBO für einige RDS-Patienten ein Problem zu sein scheint und ein Antibiotikum zu einer Linderung der Symptome führen kann, kann SIBO sicherlich eine weitere Untersuchung wert sein, insbesondere wenn Blähungen ein vorherrschender Teil Ihres Symptombildes sind.