Eine intestinale Pseudoobstruktion ist ein seltener Zustand, bei dem der Darm alle Anzeichen einer Verstopfung aufweist, aber keine echte mechanische Obstruktion vorliegt. Im Gegensatz zu einem echten Darmverschluss gibt es bei einem Pseudoverschluss keinen tatsächlichen Verschluss des Darmtrakts. Aus diesem Grund wird es als "Pseudo"-Behinderung bezeichnet: Pseudo bedeutet "Nachahmung". Dies soll nicht heißen, dass es sich nicht um einen realen Zustand handelt oder dass es sich um etwas handelt, das eine Person erfindet. Es ist ein sehr reales Problem.
Die Ursache ist nicht geklärt, aber es gibt einige bekannte Risikofaktoren. Bei einer Pseudoobstruktion transportiert der Dünn- oder Dickdarm Nahrung und Abfallstoffe nicht wie bei einem gesunden Magen-Darm-Trakt.
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Anzeichen und Symptome
Viele der Anzeichen und Symptome einer Pseudoobstruktion ähneln denen, die bei anderen Verdauungskrankheiten auftreten. Es kann akut sein, plötzlich auftreten oder chronisch und rezidivierend sein.
Die Symptome können unspezifisch sein und umfassen:
- Bauchschmerzen, die von Natur aus krampfartig sein können
- Bauchschwellung oder -auftreibung
- Verstopfung
- Weniger als 3 Stuhlgänge pro Woche
- Übelkeit und Erbrechen
- Ungewollter Gewichtsverlust
- Ernährungsmängel, Müdigkeit
Risikofaktoren
Eine Pseudoobstruktion tritt häufiger bei sehr jungen und sehr alten Menschen auf, kann aber fast jeden treffen.
Risikofaktoren für Pseudoobstruktion sind:
- Erkrankungen des Nervensystems: Eine Krankheit wie Zerebralparese, die das Nervensystem betrifft, kann die Beweglichkeit des Verdauungstrakts beeinträchtigen.
- Immobilität: Die Unfähigkeit, aus dem Bett aufzustehen und sich zu bewegen, ist ein weiterer Risikofaktor für Pseudoobstruktion.
- Schmerzmittel: Bestimmte Schmerzmittel, insbesondere Betäubungsmittel, können die Darmfunktion verändern.
Diagnose
Im Rahmen Ihrer Untersuchung schließt Ihr Arzt andere, gefährlichere Ursachen für Ihre Symptome aus, wie z. B. eine Infektion, eine körperliche Behinderung oder einen Tumor. Die Tests beginnen in der Regel mit Bluttests und können bildgebende Untersuchungen des Abdomens umfassen, z. B. eine einfache Röntgenaufnahme oder eine Computertomographie (CT).
Abhängig von den spezifischen Symptomen und Ergebnissen sind manchmal weitere Tests erforderlich. Bei einer intestinalen Pseudoobstruktion werden in diagnostischen Studien keine Blockaden festgestellt.
Behandlung
Es gibt mehrere Behandlungsstrategien, die für die Behandlung von Darm-Pseudoobstruktion und ihren Auswirkungen von Vorteil sein können. Wenn die Pseudoobstruktion durch ein Medikament verursacht wird, hilft das Absetzen dieses Medikaments, den Darm wieder in Bewegung zu bringen.
Die medizinische Behandlung der Pseudoobstruktion kann Medikamente umfassen, die den Dickdarm dazu anregen, das Abfallmaterial fortzubewegen, wie bestimmte Antibiotika, Dopamin-Antagonisten und Somatostatin-Analoga. Andere Medikamente können verabreicht werden, um die damit verbundenen Symptome von Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen zu lindern.
Alle durch die Pseudoobstruktion verursachten Ernährungsmängel müssen ebenfalls behandelt werden. In einigen Fällen kann eine enterale Ernährung über eine Magensonde (NG) erforderlich sein, bis Sie wieder feste Nahrung zu sich nehmen können.
Eine Dekompression, um eingeschlossene Luft aus dem Darmtrakt entweder durch eine nasogastrische (NG) Sonde oder eine Koloskopie zu entfernen, kann ebenfalls als Behandlung verwendet werden.
In seltenen Fällen kann eine Operation erforderlich sein. Eine Operation kann den Darm dekomprimieren und Fütterungsoptionen bieten. Die Entfernung eines Darmabschnitts oder Darmtransplantationen sind keine üblichen Verfahren zur Behandlung eines Pseudoverschlusses des Darms.